2010

 

In diesem Jahr wusste ich erst nicht wo mich meine Urlaubsreise hinführen soll. Bis ich eine Reisereportage aus Alaska und Kanada im Fernsehen sah. Nach vergleichen von Angeboten mit verschiedenen Angeboten stand für mich fest. Es wird wieder eine Reise mit dem „großen roten Bus“ also mit Rotel-Tours.  In der Reisegruppe waren wir 24 Personen sowie Fahrer und Reiseleiterin. Also war unser rollendes Hotel voll ausgebucht.


Nach einem 10 stündigen Flug bis Seattle  und dann noch einmal 3 Stunden bis Anchorage begann die Reise am Golf von Alaska.

Anchorage ist die größte Stadt des Bundesstaates Alaska.


Der erste Höhepunkt war dann ein ganztags Ausflug in den Denali N.P.  Wir hatten herrlichem Wetter, so dass man den größten Berg Nord-Amerikas, den Mt.Mc Kinley (6194m),gut sehen konnte. In diesem National Park hatte ich auch die erste Begegnung mit Grizzly´s  (zum Glück nur aus dem Bus heraus) Aber auch andere Tiere wie Elche und Karibus .


Fairbanks war der nördlichste Punkt der Reise. In einem Vorort Namens North Pole besuchten wir schon mal den Weihnachtsmann.(typisch amerikanischer Kitsch).

Es ging wieder zurück an den Golf von Alaska nach Valdez. Dieser Ort ist eng mit der Ölkatastrophe von 1989 verbunden. Mit einem örtlichen Veranstalter erkundeten wir den Prince-William-Sound mit 2 Gletscher – Columbia-und Meares Gletscher. Leider kann man bei dem Columbia-Gletscher nicht bis an die Bruchkante fahren. Wir sahen „nur“ das Eisscholenfeld, was aber auch schon sehr beeindruckend war.

An der Meares Gletscher führ das Schiff bis zur Kante. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so sonnig, so dass man leider nicht die verschiedenen Blaufarben des Eises in seiner Schönheit sehen konnte.

Aber auch so ist ein Gletscher immer wieder beeindruckend. Wenn man bedenkt, dass das Eis was man sieht schon einige hundert Jahre alt sein kann.


Weiter ging die Fahr durch Dauerfrostgebiet durch Alaska. Bloß gut das ich diese Fahrt im kurzen Alaskasommer stattfindet. (der nur ca. 3 Monate dauert) Im Winter bei bis minus 50°C ist es sicher nicht angenehm hier.

Auf einer einsamen Passhöhe geht es nach Kanada.


In Dawson City holt uns der Mythos alter Goldgräberzeit wieder ein.

In dieser Stadt wohnten zu Hoch-Zeiten des Goldrausches bis 40.000 Einwohner. Heute sind es rund 1900. Dies leben vorrangig vom Tourismus. Aber es gibt heute auch noch Stellen wo nach Gold gesucht wird. Die Stadt erinnerte mich an Romane von Jack London. (Wolfblut, Ruf der Wildnis). Wenn man durch die Straßen geht denkt man an  „Wildwest“, leider fehlen die Pferde auf den Straßen. Am Klondike-Fluß besuchten wir den ersten Clam an dem Gold gefunden wurde.


Über Whitehorse geht es nach Skagway .

Dort geht es auf ein Schiff der Marine Highway um die Inside Passage nach Prince Ruppert zu fahren. Wir waren 3 Tage auf dem Schiff. Hatten aber auch „Landgang“ in Juneau, der Hauptstadt Alaskas. Juneau ist die einzige Hauptstadt die nicht auf der Straße erreichbar ist. (Nur per Flugzeug oder Schiff) Diese Tage auf dem Schiff wurde schön gefaulenzt. Endlich mal Ruhe, kein Stress und ein richtiges Bett.

(in den „Boxen“ des Rotels konnte ich auch gut schlafen)


In Prince Ruppert angekommen ging es weiter nach Prince Georg, den Jasper N.P. und nach Banff, wer durch die Rocky Mountains

In Banff hatten wir einen Tag zur freien Verfügung. Ich entschloss mich mit noch anderen Reiseteilnehmern den Schwefelberg zu „erwandern“. Es waren ca. 500 Höhenmeter, aber der Weg war nicht sonderlich schwierig . Von diesem Berg hatte man , nachdem die Wolken sich verzogen hatten, einen wundervollen Blick über die Umgebung von Banff. Dieser Ort wird auch St Moritz der Rocky´s genannt. Was auch am Banff Springs Hotel verdeutlicht wird. Ein Hotel der Extraklasse, mit bestimmt auch solchen Preisen.


Der letzte Etappenort war Vancouver, die Stadt der Olympischen Winterspiele von 2010. Hier war unser Zeltplatz fast unter der Lions Gate Bridge. (Ich wollte schon immer mal unter einer Brücke schlafen)

Nach einer Stadtrundfahrt hatten wir wieder einen Tag für eigene Erkundungen. Viele sagen Vancouver ist eine der schönsten Städte der Erde. Diese Einschätzung kann ich nicht teilen. Die schönste Stadt ist für mich bis jetzt San Francisco.

Am nächsten Tag ging es dann mit der Lufthansa wieder zurück nach Frankfurt .


Leider konnte ich diese Reise wegen gesundheitlichen Problemen nicht ganz so erleben wie ich es mir vorgestellt habe. Trotzdem war sie wieder sehr informativ, voller Kontraste, mit unglaublich schöner Natur, interessanten Begegnungen und vielen neuen Eindrücken. 

Ich glaube Kanada werde ich irgendwann noch einmal einen Besuch abstatten . Vielleicht zum Indian Summer.